Abschied von Beatrice Richter

Wir verabschieden uns von unserer Künstlerin Beatrice Richter, die seit 2013 Künstlerin bei start your art war.
Es hat uns Freude bereitet, die künstlerische Entwicklung der 1989 Geborenen zu verfolgen, die sich während ihrer Zeit an der Düsseldorfer Kunstakademie stets weiter entwickelt hat.

Bei dem diesjährigen Rundgang präsentierte Beatrice großformatige Papierarbeiten der Serie „Coryphoideae“ Und stieß dabei auf großes Interesse.

Beatrice Richter: Coryphoideae #1. 2015 Tusche & Graphit auf Papier 140x 140 cm gerahmt

Beatrice Richter: Coryphoideae #1. 2015 Tusche & Graphit auf Papier 140x 140 cm gerahmt

Wir wünschen Dir, liebe Beatrice, alles Gute und werden auch in Zukunft ein waches Auge auf Dich und Deine Kunst haben!
Wer ebenfalls Beatrice Richters Kunst nicht aus den Augen verlieren möchte, dem sei ein regelmäßiger Blick auf ihre Website empfohlen.

Auf start your art werden die Arbeiten von Beatrice Richter noch bis zum 31. März 2017 angeboten.

 

Blick ins Atelier von Beatrice Richter.

Blick ins Atelier von Beatrice Richter.

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Auf zu neuen Ufern – Abschied von Benjamin Vogel

Benjamin Vogel widmet sich neuen Projekten und Aufgaben und verschiedet sich von start your art.
Seine akribisch konstruierten erfundenen Bergwelten haben uns sehr fasziniert und wir sind gespannt, in welche Richtung es mit Benjamin weitergeht.

Benjamin Vogel: Entwurf Balvenstock von der Hohen Fras. Bleistift und Aquarell auf Papier. 44 x 63 cm.

Benjamin Vogel: Entwurf Balvenstock von der Hohen Fras. Bleistift und Aquarell auf Papier. 44 x 63 cm.

Hier ein paar Worte zum Abschied von Benjamin Vogel:

Liebe start you art – community,

nach eineinhalb Jahren werde ich Abschied von start your art nehmen. Es war eine interessante und erfolgreiche Erfahrung meine Arbeiten hier zu zeigen. Ich werde nun zunächst weiter an der Serie „Alpine Topografien“ arbeiten und diese bald mit einigen farbig gehaltenen Bildern beenden. Danach werde ich meinen daraus entwickelten Malstil auf meine fiktiven Landschaften „Langseetal“ und „Märkische Berge“ übertragen und diese thematisch weiter entwickeln, ich habe da bereits einige konkrete Ideen… Im Sommer werden Entwürfe zum Langseetal in Frankfurt zu sehen sein, weitere Infos dazu folgen bald auf meiner Website.

Vielen Dank an alle Interessierte und an dich Jenny für die wunderbare Zusammenarbeit,

Tschö, Benjamin

Auch wir bedanken uns für die schöne Zusammenarbeit und wünschen alles Gute!
Die Werke von Benjamin Vogel stehen noch bis zum 31. März auf start your art zur Verfügung.

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Kunst verkaufen…

ONLINE-KUNSTAUKTION UND ENTDECKER-SCHAU.
EIN ERFAHRUNGSBERICHT VON UTE LATZKE

Als Künstler erfolgreich Kunst zu verkaufen – ob allein oder mithilfe eines Galeristen – bleibt für das Gros der Kreativen weiterhin schwierig. Zumindest, wenn man nicht zu den ganz Großen gehört, und das trifft auf rund 95 Prozent zu. Wir schreiben 2017, und da sollte das Internet den Künstlern eigentlich wohlverdiente Autonomie bringen und den Kontakt zu Interessenten erleichtern oder zumindest der Weg dahin sein. Da ist allerdings weiter Luft nach oben. Doch neben dem üblichen Galeriemechanismus und dessen strikten Konventionen gibt es Alternativen, wenn auch noch rar gesät…

Lucinda van Beethoven is colorblind, Acryl auf Leinwand, © Ute Latzke

Lucinda van Beethoven is colorblind, Acryl auf Leinwand, © Ute Latzke

Wem es gelingt, von einem Galeristen vertreten zu werden, hat eine Hürde genommen und somit bessere Aussichten, scheinbar. Einfache Rechnung: Der Galerist erhält für seine Bemühungen 50 Prozent vom Preis z.B. eines Gemäldes. Da muss der Künstler mindestens 8 bis 10 Werke pro Jahr verkaufen, damit es sich rechnet, selbst wenn die Preise bereits im fünfstelligen Bereich pro Arbeit liegen: Auch bei einem Preis um 10.000 Euro blieben ihm bei 8-10 verkauften Werken 40.000-50.000 Euro nach Abzug des Galeristenhonorars. Was viel anmutet, zerbröselt schnell, denn die Umsatzsatzsteuer von 7 Prozent, Kosten für Material, Atelier sowie Sozialabgaben (KSK) und natürlich die Einkommensteuer (!) reduzieren das übriggebliene Künstlerhonorar gewaltig. Um diesen „Umsatz“ zu erreichen, müsste der Künstler gleich mehrere Einzel- und/oder Gruppenausstellungen pro Jahr haben. Unrealistisch, zumal mit nur einer Galerie, die er sich verpflichtet hat.

Galeristen stellen Alleinvertretungsansprüche
Das Internet böte also die Möglichkeit, dass Künstler und Interessent – zumal jung und Social Media gewohnt – ohne den Mittler Galerist zusammenkommen. Eigentlich attraktiv. Für die ganz „Großen“ und Relativen verbietet sich das und für emerging artist ebenfalls, da in allen Fällen Galeristen meist Alleinvertretungsansprüche stellen. Also: no Website please und die Bewerbung bei anderen Galeristen ist in vielen Fällen vertraglich untersagt. Dem großen Rest steht im Prinzip alles offen. Doch die große Hürde bleibt weiterhin, als Künstler vom Interessenten gefunden zu werden. Das Netz verbindet zwar, ist aber trotzdem ein Ozean an Daten. Netzwerke wie Facebook könnten eine Option sein, doch ich persönlich bin kein Fan – speziell – davon. U. a. wegen des etwas zweifelhaften Rufs, aber auch weil ich das Netzwerken via Facebook für ähnlich mühsam und uneffektiv halte, wie bei xing.com und linkedin erlebt. Zeitfresser.

Durch optischen Schrott klicken
Da scheint es logisch, seine Kunst auf entsprechenden Onlineplattformen anzubieten bzw. dort nach Kunstwerken zu suchen. Denn diese stellen zielführend eine Verbindung zwischen Künstler und Interessent her. artnet.com beitreibt dies schon sehr lange, wohl auch sehr erfolgreich, aber eben für etablierte Künstler. Generell ist die Idee gut und passt in die heutige Zeit. artnetberlin.de schrieb im Jahr 2012, „der Online Kunstmarkt explodiert gerade“, naja… Was da explodiert, ist wohl eher die Vielzahl der Start-ups und Onlineplattformen in Sachen Kunst. Masse ist aber nicht Klasse, wenn sich etwa jeder Wald-Wiesen-Künstler anmelden darf. Oder sich sich der Interessent erst durch eine Menge optischen Schrott klicken muss, um dann entnervt ein attraktives Kunstwerk zu finden.

Kuratiert und sorgsam ausgewählt
Das Stichwort ist „Kuratierung“, soll heißen: Es gibt ein Auswahlverfahren und/oder die Künstler werden von den Betreibern persönlich angesprochen bzw. akquiriert. So kommt dann ein überschaubares und feines Angebot zustande. Zwei Plattformen möchte ich an dieser Stelle herausheben. Warum? Ganz einfach, weil ich damit gute Erfahrung gemacht habe.

Startyourart: Onlineauktionen
startyourart ist ein Online-Auktionshaus für junge Kunst. Die Betreiberin Jenny Seul hat mich nach einer Kunstmesse (Kuboshow) persönlich angesprochen. Die Auswahl der Künstler ist reduziert, die Website funktional, die Konditionen sind fair. Der Bietende zahlt ein Aufgeld und bei einer erfolgreichen Auktion entrichtet der Künstler einen gewissen Anteil des ersteigerten Preises. Die Abwicklung ist hochgradig professionell, Versandkosten und Versicherung der Kunstwerke übernimmt startyourart, man übernimmt lediglich dem Versand der Bilder.

 

Einzig mir „fehlte der Glaube“ an das Konzept, aus dem einfachen Grund: Ich empfinde eine Auktion als zusätzliche Hürde für einen Internetkauf, zumal wenn das Gebot steigt und das Budget des Kunstliebhabers dafür einfach nicht ausreicht. Doch was soll ich sagen? Exakt am 31. Dezember 2017 startete eine Auktion für zwei meiner Gemälde, was dann ein unerwarteter und fulminanter Jahresausklang war. Die kuratierte Auswahl sowie die Qualität der Kunstwerke und – wichtig – das mit dem Künstler festgelegte Startgebot machen dann vielleicht den Unterschied. Es wirkt seriös und schafft Vertrauen bei den Interessenten – ganz im Gegensatz zu den Onlineplattformen mit einer Legion von Künstlern und Startgeboten ab 1 Euro…

Kuboshow: Kunstmesse
So gut wie jeder Künstler träumt von einem Galeristen inklusive Ausstellung auf einer großen Kunstmesse. Art Cologne und Art Karlsruhe etc. sind für die meisten Kreativen einige Nummern zu groß. Und die ArtFair als ehemalige Leitmesse für junge und angeblich erschwingliche Kunst (maximal 4000 Euro) hatte schon zu ihrer Gründung Kunstwerke über 10.000 Euro und auch Größen wie Jörg Immendorf im Programm. 2016 ist dier ArtFair dann von Köln fortgezogen und zur Art Düsseldorf mutiert – wegen der Kaufkraft… Es gibt aber realistische Alternativen wie die Kuboshow. Seit mehr als 20 Jahren findet die Kunstmesse unter der Federführung von Holger Wennrich für zeitgemäße junge Kunst in den Flottmannhallen in Herne statt. Gezeigt wird jede Kunstrichtung, der Schwerpunkt liegt aber auf gegenständlicher Malerei. Die Messe richtet sich an junge, noch nicht etablierte Künstler von den Akademien. Sie präsentiert aber auch Künstler, die schon etwas länger dabei sind sowie Autodidakten. Denn auch hier besteht das Auswahlverfahren, letztendlich entscheiden dann Qualität und der Arbeiten und ob sie den Betreibern gefallen.

Ich habe mittlerweile vier Mal an der Kuboshow teilgenommen und meine Erfahrungen sind positiv. Das Ganze ist einfach professionell organisiert, das Kubo-Team ist gut eingespielt und die Konditionen sind fair, zumal der Künstler keinerlei Messebeteiligung abdrücken muss. Und wenn ein Bild verkauft wird, ist das Geld innerhalb von 8 Tagen auf dem Konto.

Kleiner Wermutstropfen: Info- und Bildmaterial oder Kunstpostkarten (Webadresse!) auszulegen, ist den Künstlern nicht erlaubt. Was auf den ersten Blick durchaus verständlich scheint, um so „unerwünschte Deals zwischen Interessent und Künstler“ zu vermeiden, ist aber in Internetzeiten obsolet: Das Gros der Künstler, die auf Kuboshow ausstellen, hat ohnehin eine eigene Website, auf der ihre Kontaktdaten stehen… Das läuft bei startyourart anders: Dort wird die Beigabe von Infomaterialien, Kunstpostkarten und die persönliche Ansprache des Käufers dem Künstler ausdrücklich empfohlen: Es wird als schönes Add-on gesehen, das dem Käufer ein gutes und Gefühl vermittelt und ggf. den Diskurs über die gekauften Kunstwerke ermöglicht.

Da die Künstler auf der Kuboshow-Website in eine Galerie eingepflegt sind (positiv!) – auch um die Bilder über das Jahr bis zur nächsten Messe zu verkaufen –, bietet es sich an, die Website stärker zu nutzen. Etwa das Blog aktiver zu beflegen, z.B. mit Gastbeiträgen der präsentierten Künstler oder Studioportraits etc., da ist vieles denkbar. Und dann auch über regelmäßige Mailings oder Facebookposts die Klientel zu informieren, wenn sich wieder etwas getan hat. Hier ist noch ein wenig Luft nach oben, aber vielleicht fehlt auch die Manpower…

Dennoch ist eine Teilnahme an der Kuboshow empfehlenswert für Künstler, die erste Schritte auf dem Kunstmarkt gehen und ihre Bekanntheit erhöhen möchten. Schöner Nebeneffekt: Es erscheint jedes Jahr ein hochwertiger Katalog, in dem jeder Künstler auf zwei Seiten präsentiert wird.

kunstbüro Düsseldorf: Kunst für Unternehmen und Private
Ein wie oben erwähntes Shopsystem hat das kunstbüro Düsseldorf längst eingebunden und das ganz unprätentiös und gleichzeitig übersichtlich. Die Schwerpunkte von Shop- und Galeriebetreiber Heinz Hachel sind Verkauf und Vermietung von Kunst an Unternehmen, Verwaltungen und Private. Der Service umfasst – eigenen Angaben zufolge, da ich noch keine Erfahrungen mit dem kunstbüro habe –, Konzeption, Präsentation der Künstlerauswahl, Analyse von Raum- und Lichtverhältnissen, einer professionellen Hängung bis hin zu deren Betreuung und Abbau bei Vermietung. Dabei kooperiert das kunstbüro mit Künstlern aus der Region und überregional mit solchen, die thematisch begeistern. Angeboten werden: Malerei, Grafik, Fotografie sowie Zeichnung und Objektkunst. Es findet also auch hier eine dezidierte Auswahl statt und es besteht ein fester Künstlerstamm, der hauptsächlich aus mehr oder weniger etablierten Kreativen besteht. Inwieweit und in welchem Turnus dieser erweitert wird und unter welchen Kriterien…? Einfach einmal nachfragen. Wobei der Schwerpunkt auch hier auf Akademiekünstlern liegt.

Kleine Auswahl von Onlineplattformen
affordable art fair, bietet eigenen Angaben zufolge erschwingliche Kunst und das bereits seit 1999 und inzwischen in 10 Metropolen, u.a. Amsterdam, Brüssel, Stockholm etc. und in Hamburg.

artflash, bietet Menschen mit wenig Zeit und großem Interesse an zeitgenössischer Kunst hochwertige Kunst-Originale weit unter Marktpreis.

curart Editionen, bieten junge Kunst für junge Sammler als Ready-to-hang-Kunst an, ab 99 Euro.

Pablo&Paul, bieten ausschließlich Unikate oder streng limitierte Edition an, somit soll Einzigartigkeit und Exklusivität garantiert werden, ab 100 Euro.

wooloo.org, ist eine internationale Ausschreibungsplattform für offene Kunstwettbewerbe jeder Art.

Beitrag und © Ute Latzke.
Die Images sind Screenshots der erwähnten Betreiber – mit deren freundlichen Genehmigung.

 

Ute Latzke, entdeckt auf der KUBO, ist seit 2015 Künstlerin bei start your art. Sie überzeugt mit ihren hyperrealistischen Gemälden, wendet sich seit neustem auch der Abstraktion zu.

 

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Studio Stories: Ute Latzke

Ute Latzke ist eine Ästhetin auf der ganzen Linie.
Und die Ästhetik der Wuppertaler Künstlerin, die auch als Texterin tätig ist, ist eine, die von Präzision geprägt ist: eine Akkuratesse der gewählten Worten, der gemalten Konstruktionen und der gesetzten Pinselstrichen.

Seit kurzem werden die detailreichen, figurativen Malereien abgelöst durch konstruktivistische, abstrakte Farbfelder. Diese erinnern an die großen Klassiker ihrer Zunft wie z.B. Kasimir Malewisch, Josef Albers und Victor Vasarely, besitzen jedoch eine eigene Qualität. Es ist ein Austarieren von Flächen, Farben und Perspektiven.
Wenn Ute Latzke mit den gegenständlichen Serien wie „Got lost out there“ oder „The Kids are alright“ geheimnisvolle Bildwelten kreiert, so erfindet sie für „Modern Minimalism“ neue Arrangements und Blickwinkel.
Egal ob minimalistisch oder realistisch. Ihr Anspruch an Harmonien und Ästhetik ist immer hoch.

Ute Latzke nimmt uns für die studio stories mit in ihr wunderschönes Zuhause – auch ist dieses geprägt durch ein sorgsames Abstimmen von Details – und beantwortet die üblichen vier Fragen mit jeweils einer fotografischen Aufnahme.

Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?

Arbeitsplatz Ute Latzke

Mein Arbeitsplatz zweigeteilt: Wenn ich male, nutze ich mein „Kunstzimmer“ bzw. Atelier. Es ist
zwar nicht sehr groß und hat teilweise Schrägen. Doch ist das Licht ideal, da es von oben kommt. Außerdem sind dort ein kleines Sofa und Schreibtisch, so dass ich zwischen den Trocknungsphasen gut Pause machen oder am Macbook arbeiten kann. Wenn ich texte für Agenturen, Unternehmen oder Medien, sitze ich an meinen Schreibtisch bzw. Arbeitsplatz im Wohnzimmer.

Woran arbeitest Du gerade?

Meine aktuellen Bilder sind sehr minimalistisch und eher Grafiken als Gemälde, obwohl ich sie genau wie meine anderen Bilder in Acryl auf Leinwand erstellt habe. Nach der sehr gegenständlichen Malerei wollte ich etwas ganz anderes machen. Und da geht sicher noch mehr, Ideen habe ich viele.

Meine aktuellen Bilder sind sehr minimalistisch und eher Grafiken als Gemälde, obwohl ich sie genau wie meine anderen Bilder in Acryl auf Leinwand erstellt habe. Nach der sehr gegenständlichen Malerei wollte ich etwas ganz anderes machen. Und da geht sicher noch mehr, Ideen habe ich viele.

 

Was hängt bei Dir an der Wand?

Es sind zum Teil grafische Illustrationen anderer Künstler, aber auch Gemälde von mir, wie etwa aus der Serie „Flowers and Plants“ sowie die o. g. abstrakt-reduzierten Bilder „Modern Minimalism“. Auch wenn meine eigenen Arbeiten farblich recht ausdruckstark und figurativ sind, habe ich es Zuhause gerne optisch reduziert, analog zur Wohnungseinrichtung. Das beruhigt ungemein.

Es sind zum Teil grafische Illustrationen anderer Künstler, aber auch Gemälde von mir, wie etwa aus der Serie „Flowers and Plants“ sowie die o. g. abstrakt-reduzierten Bilder „Modern Minimalism“. Auch wenn meine eigenen Arbeiten farblich recht ausdruckstark und figurativ sind, habe ich es Zuhause gerne optisch reduziert, analog zur Wohnungseinrichtung. Das beruhigt ungemein.

Was hängt bei Dir an der Wand, Ute Latzke?

(Gemälde von Ute Latzke aus den Serien „Vanitas Reloaded“, „Got lost out there“ und „The Kids are alright“)

Was machst Du, wenn Du eine Pause brauchst?

Was machst Du, wen Du eine Pause brauchst, Ute Latzke?

Selbstgemachter Milchkaffee und ein kleiner Snack in meiner Küche, raus mit meinem Hund in die Natur und abschalten bzw. wieder auftanken und: lesen, lesen, lesen…

Vielen Dank für das Interview, Ute Latzke!

Ute Latzke

Ute Latzke und ihr Hund Cody

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Ann-Kathrin Nikolov stellt aus – Nürnberg

A MONSTERS LIFE

Ann KathrinNikolov: MonsterWer die neusten Acrylgemälde von Ann-Kathrin Nikolov bestaunen will, ist herzlich eingeladen am Donnerstag, den 14. Juli um 20 Uhr ins Casablanca Filmkunsttheater in Nürnberg zu kommen. Hier zeigt die Künstlerin in den nächsten vier Wochen Werke aus ihrer Serie „A Monsters Life“ sowie einige ihrer Holzbrandzeichnungen.

Ort der Veranstaltung ist:
Casablanca Filmkunsttheater
Brosamerstr.12
90459 Nürnberg

start your art bietet aus diesem Anlass eine Sonderaktion an und reduziert die Preise der Monster-Aquarelle von Ann-Kathrin Nikolov:

Puffy Greed, Rainy Day und Inside.
Diese Werke starten nun mit 95,- anstatt mit 120,- Euro

 

 

 

Studio Stories: Christian Odato

Was treibt einen dazu an, tage- ja wochenlang eine Szene auf Leinwand zu bannen, die scheinbar belanglos ist? Doch wer oder was gibt einer Sache, einer Handlung Bedeutung?
Wenn Christian Odato sich Straßenszenen oder Wolkenformationen widmet, gibt er in dem Moment, in dem er sich ans Werk macht, genau diesen Motiven Bedeutung. Und dabei ist weniger relevant warum etwas da ist. Vielmehr ist schon allein die Existenz von Wolken und Szenerien bemerkens- und daher für Christian Odato auch malenswert.

Der Augsburger Künstler, der an der Kunstakademie München studiert hat, gewährt uns einen Einblick in sein Atelier, in dem zurzeit neben Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen auch seine dreidimensionale „Demonstranten“-Serie entsteht.

Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?

Groformatige Arbeiten setze ich immer in meinem Atelier um, ansonsten skizziere und fotografiere ich vor Ort, ob im Cafe, am See, im Zug, in Vorstadtstraßen, Industriegebieten und oft auch auf Reisen.

Groformatige Arbeiten setze ich immer in meinem Atelier um, ansonsten skizziere und fotografiere ich vor Ort, ob im Cafe, am See, im Zug, in Vorstadtstraßen, Industriegebieten und oft auch auf Reisen.

Woran arbeitest Du gerade?

Zurzeit entstehen aus Ton und Gips handgeformte menschliche Figuren, kleine „Wutbürger“ mit erhobener Hand, Transparenten oder Fahnen.

Zurzeit entstehen aus Ton und Gips handgeformte menschliche Figuren, kleine „Wutbürger“ mit erhobener Hand, Transparenten oder Fahnen.

Was hängt bei Dir an der Wand?

Wenn ich mal meinen Blick von der Leinwand abwende, dann richte ich meine Augen himmelwärts zu den Wolken. Daraus entstehen immer wieder Wolkenbilder, die bei mir zu Hause hängen.

Wenn ich mal meinen Blick von der Leinwand abwende, dann richte ich meine Augen himmelwärts zu den Wolken. Daraus entstehen immer wieder Wolkenbilder, die bei mir zu Hause hängen.

Was machst Du, wenn Du eine Pause brauchst?

Wenn ich vom Blick in den Himmel gesättigt bin, schaue ich zur Erde und setze darin Pflanzen ein.

Wenn ich vom Blick in den Himmel gesättigt bin, schaue ich zur Erde und setze darin Pflanzen ein.

Vielen Dank für das Interview, Christian Odato!

Christian Odato

Christian Odato

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Studio Stories: Leonie Bednarek

Linien sind die Basis einer jeden Zeichnung.
Die junge Künstlerin Leonie Bednarek zeigt uns, dass Linien auf ganz unterschiedliche Art gezogen werden können. Ihr Medium ist sowohl die Stick- als auch die Radiernadel.
Zunächst fertigt Leonie Bednarek Kaltnadelradierungen an: Sie ritzt ihre Zeichnung mit einer Stahlnadel in eine Druckplatte und überträgt diese mit einem speziellen Druckverfahren auf Papier.
In einem weiteren Schritt versieht sie diese Drucke mit gestickten Linien.

Das Bewusstsein für den Charakter einer Linie wird geschärft. Kaltnadelradierungen verlangen einen gewissen Kraftaufwand, um ihre Spuren in der Druckplatte zu hinterlassen. Die Struktur eines Fadens hingegen suggeriert zunächst Weichheit und Geschmeidigkeit.
In Leonie Bednareks Werke ist das Gegenteil der Fall: In der ihrer Serie „Langes Kreuzen“ beispielsweise nutzt sie die Radiernadel um die geschmeidigen Körper der Spielerinnen einer Handballmannschaft zu gestalten. Die gestickten Linien, mit denen nur Geraden möglich sind, betonen nüchtern Geometrien und Leerräume.
Leonie Bednarek experimentiert auch mit anderen Drucktechniken und kann hier auf die Werkstatt der TU Dortmund zurückgreifen. Wiederkehrendes Element ist jedoch die gestickte Linie.

Ebenso wie die Protagonistinnen aus „Langes Kreuzen“ bleiben wir am Ball und sind gespannt, was uns die junge Künstlerin in Zukunft noch zeigen wird.

Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?

Die Tiefdrucke meiner Arbeiten fertige ich in der Druckwerkstatt meiner Universität an. Für alles andere konnte ich bei mir Zuhause Platz schaffen, manchmal muss der Boden herhalten.

Die Tiefdrucke meiner Arbeiten fertige ich in der Druckwerkstatt meiner Universität an. Für alles andere konnte ich bei mir Zuhause Platz schaffen, manchmal muss der Boden herhalten.

Woran arbeitest Du gerade?

An einer Serie in der ich mich mit meiner Reise nach Thailand und Vietnam auseinandersetze. Die Stickerei wird auch hier wieder Teil der Arbeiten werden in Kombination mit Nitrofrottage.

An einer Serie in der ich mich mit meiner Reise nach Thailand und Vietnam auseinandersetze.
Die Stickerei wird auch hier wieder Teil der Arbeiten werden in Kombination mit Nitrofrottage.

Was hängt bei Dir an der Wand?

Ein Hauch von Nichts.

Ein Hauch von Nichts.

Was machst Du, wenn Du eine Pause brauchst?
Tee trinken. Die Gedanken frei lassen, manchmal so frei, dass der Tee wieder kalt wird.

Tee trinken. Die Gedanken frei lassen, manchmal so frei, dass der Tee wieder kalt wird.

Vielen Dank für das Interview, Leonie Bednarek!
Vielen Dank für das Interview, Leonie Bednarek!

Vielen Dank für das Interview, Leonie Bednarek!

Studio Stories: Stefan Wanzl-Lawrence

Stefan Wanzl-Lawrence nimmt uns mit in eine andere Welt.
Menschen, meist nackt, bevölkern seine Werke. Körper, gemalt mit einem wässrigen Aquarellpinsel. Plastisch und doch durchscheinend. Schemenhaft und doch voller Präsenz.
Die Posen lasziv. Die Situationen rätselhaft.
Stefan Wanzl-Lawrence fragt: „Sind diese Themen eine Übersetzung der Realität, Traum oder Utopie? Stimmungen entstehen, die wir einerseits alle kennen, aber unser Wissen wird auch gestört, durchbrochen und herausgefordert. Wir fühlen uns wohl und sind doch befremdet, eigene Geschichten entstehen beim Betrachter, darin kann man sich verlieren.“
Entstanden sind die Aquarelle in einer ehemaligen Bäckerei in Neuburg. Die Donaustadt ist der Ort seiner Kindheit. Seine Heimat, die ihn nie losgelassen hat und bis heute seine Werke prägt.

Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?
Mein Atelier ist eine ehemalige Bäckerei, in der ich als Kind schon Süßigkeiten gekauft habe. Der Ort ist also verführerisch geblieben.

Mein Atelier ist eine ehemalige Bäckerei, in der ich als Kind schon Süßigkeiten gekauft
habe. Der Ort ist also verführerisch geblieben.

Woran arbeitest Du gerade?
An der Grundierung, also arbeite ich am Anfang selbst. Danach ist es weniger Arbeit und mehr Vergnügen.

An der Grundierung, also arbeite ich am Anfang selbst.
Danach ist es weniger Arbeit und mehr Vergnügen.

Was hängt bei Dir an der Wand?
Ein Rembrandt-Druck, einige Arbeiten meiner geschätzten Kollegin Susanne Pohl und eigene Werke. Ansonsten steht auch jede Menge Nippes herum.

Ein Rembrandt-Druck, einige Arbeiten meiner geschätzten Kollegin Susanne Pohl
und eigene Werke. Ansonsten steht auch jede Menge Nippes herum.

Was machst Du, wenn Du eine Pause brauchst?
Dann geh ich Reiten, spazieren, in den Jazz-Club, spiel Gitarre oder sitz am Stammtisch.

Dann geh ich Reiten, spazieren, in den Jazz-Club, spiel Gitarre oder sitz am Stammtisch.

Vielen Dank für das Interview, Stefan Wanzl-Lawrence!
Vielen Dank für das Interview, Stefan Wanzl-Lawrence!

Stefan Wanzl-Lawrence vor seinem Atelier

Studio Stories: Vitali Nazarenus

Schwarz auf Weiß. Der Edding ist gnadenlos, lässt keine Fehler zu.
Und Vitali Nazarenus Zeichnungen sind makellos. Keine Linie, die nicht sitzt.

Der Weg dahin, ist das Ziel: „So behält jeder Punkt und Strich seine Wichtigkeit. Und jeder „Fehler“ bringt mich dazu etwas Neues auszuprobieren. Ich nenne das „ehrliches Zeichnen“, so Vitali Nazarenus.

Sind die Mittel noch so begrenzt, die Vorstellungskraft ist grenzenlos. Das hat er gelernt, in einem kleinen Dorf in Sibirien.
Und angekommen in Hamburg, wo alle Mittel zur Verfügung stehen, besinnt er sich dieser Erkenntnis und macht sie zur Quintessenz seiner Werke

Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?

Mein Arbeitsplatz ist manchmal der Küchentisch, manchmal der Wohnzimmertisch und manchmal gar kein Tisch :)

Mein Arbeitsplatz ist manchmal der Küchentisch, manchmal der Wohnzimmertisch und manchmal gar kein Tisch 🙂

Woran arbeitest Du gerade?

Momentan teste ich ein paar Fingergesten.

Momentan teste ich ein paar Fingergesten.

Was hängt bei Dir an der Wand?

siehe Bild, ohne Worte

siehe Bild, ohne Worte

Was machst Du, wenn Du eine Pause brauchst?

Ich bringe meine Augen kurz raus auf den Balkon.

Ich bringe meine Augen kurz raus auf den Balkon.

Wir danken für das Interview, Vitali Nazarenus!
Vitali Nazarenus

Vitali Nazarenus

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STOLM4 stellt aus – Berlin

Michael Stoll alias STOLM 4 „Der Blinde Fleck“ im Raum für drastische Maßnahmen

Den Reisenden zieht es in die Ferne, um das unverfälschte Andere zu entdecken. Doch wie der Reisende in der Sonne seinen Schatten wirft, verändert er die Fremde in dem Augenblick seiner Anwesenheit. Das ‚Authentische’ erlischt in dem Moment seines Erscheinens. Mit diesem Makel des Reisens befasst sich Michael Stoll in seiner Konzeption des blinden Flecks.

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Die Ausstellung besteht aus drei räumlichen Einheiten. Im Hauptraum zeigt der Künstler verschiedene Arbeiten, die aus den Eindrücken seiner Weltreise entstanden. Grossformatige, aus Holz gefrässte Bilder der Serie Handwerk treffen auf mit Farbstift und Acryl, zum Teil kindlich-intuitiv, zum teil detailliert-präzise eingefangene Momentaufnahmen ferner Kulturräume. Als blinde Flecken, als das, was dem Reisenden immer verborgen bleiben wird, schweben Metallarbeiten vor den Bildern. Sie verdecken einen Teil des Sujets und nehmen so Raum ein, sie werfen den Schatten der Erwartungen des Reisenden, der Spuren in seiner Umgebung hinterlässt. Zusätzlich erzeugen Strukturobjekte eine Dreidimensionalität, die es dem Betrachter ermöglichen, einen neuen ‚kulturellen Raum’ zu betreten. Weiterlesen