Studio Stories: Margit T. Schranner

Dieses Mal werfen wir für unsere studio stories einen Blick in die Wirkungsstätte von Margit T. Schranner.
In der Esslinger Altstadt betreibt die Künstlerin das druckgrafische Atelier gruengeschoent*. Klassische Drucktechniken werden hier um die Intagliotypie ergänzt: Eine schadstofffreie Tiefdrucktechnik, die eine Alternative zur traditionellen Radierung und damit auch neue künstlerische Möglichkeiten bietet.
Die Künstlerin öffnet darüber hinaus ihr Atelier für andere und bietet Kurse zu den Themen Intagliotypie und experimentelle Druckgrafik an.

Margit T. Schranners eigene Arbeiten sind gekennzeichnet durch Schichtungen.
Ebene für Ebene werden Malerei, Fragmente von Druckgrafik, Acrylglas, Wachs und andere Materialien in unterschiedlichen Konstellationen verbunden und mit zeichnerischen Elementen versehen.
Ein wesentliches Motiv ist die menschliche Figur. Fotografisch festgehalten, verfremdet oder schematisiert, bildet sie zusammen mit vorgefundenem Material wie Landkarten oder Plänen den Ausgangspunkt des künstlerischen Schaffens.
Häufig nimmt die Künstlerin hierbei Bezug auf Räume und Orte und verbindet sie mit zeitlichen, geschichtlichen oder biografischen Aspekten. In Linien und Flächen spiegeln sich Raum und Zeit. Themen wie Identität, Heimat, Erinnern und Vergessen werden in ihren Arbeiten auf Papier oder Leinwand, als Objekte oder in Installationen beleuchtet.
Kollagiert und vielschichtig laden die Arbeiten zum Verweilen und Entdecken ein.
Figuren begegnen sich und dem Betrachter, passieren einander scheinbar gleichgültig, wenden sich ab, verschwinden in der Anonymität.
Auch Margit T. Schranner haben wir unsere vier Fragen gestellt und bekommen auf diese Weise Einblick in ihr Atelier.

Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?

Mein Atelier gruengeschoent* liegt im Zentrum der Esslinger Altstadt ganz ruhig in einem Hinterhof. Es ist ein wunderbarer Arbeitsraum mit Werkstattgalerie, in dem neben dem künstlerischen Schaffen kleine Ausstellungen, Kurse, Gespräche und Begegnungen bei Vernissagen und Veranstaltungen stattfinden.

Woran arbeitest Du gerade?

An der Serie „women with birds“…

… sowie an der Serie „deep“.
Hierbei treten die Figuren in den Hintergrund und lassen sich nur noch erahnen…

Was hängt bei Dir an der Wand?

Momentan begleitet mich zum Beispiel dieses Bild:
celestial field, (120 x 100 cm) eine meiner letzten Arbeiten. Ich hoffe, es inspiriert mich und zeigt mir, wohin es weitergeht.

Was machst Du, wenn Du eine Pause brauchst?

Entweder in meinem Lieblingsladen, dem Fünfeck in Esslingen den besten Espresso weit und breit trinken…

… oder mit den Kätzchen ein Schläfchen halten!

Vielen Dank für das Interview, Margit T. Schranner!

Margit T. Schranner in weiter Flur.

 

 

 

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Studio Stories: Ute Latzke

Ute Latzke ist eine Ästhetin auf der ganzen Linie.
Und die Ästhetik der Wuppertaler Künstlerin, die auch als Texterin tätig ist, ist eine, die von Präzision geprägt ist: eine Akkuratesse der gewählten Worten, der gemalten Konstruktionen und der gesetzten Pinselstrichen.

Seit kurzem werden die detailreichen, figurativen Malereien abgelöst durch konstruktivistische, abstrakte Farbfelder. Diese erinnern an die großen Klassiker ihrer Zunft wie z.B. Kasimir Malewisch, Josef Albers und Victor Vasarely, besitzen jedoch eine eigene Qualität. Es ist ein Austarieren von Flächen, Farben und Perspektiven.
Wenn Ute Latzke mit den gegenständlichen Serien wie „Got lost out there“ oder „The Kids are alright“ geheimnisvolle Bildwelten kreiert, so erfindet sie für „Modern Minimalism“ neue Arrangements und Blickwinkel.
Egal ob minimalistisch oder realistisch. Ihr Anspruch an Harmonien und Ästhetik ist immer hoch.

Ute Latzke nimmt uns für die studio stories mit in ihr wunderschönes Zuhause – auch ist dieses geprägt durch ein sorgsames Abstimmen von Details – und beantwortet die üblichen vier Fragen mit jeweils einer fotografischen Aufnahme.

Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?

Arbeitsplatz Ute Latzke

Mein Arbeitsplatz zweigeteilt: Wenn ich male, nutze ich mein „Kunstzimmer“ bzw. Atelier. Es ist
zwar nicht sehr groß und hat teilweise Schrägen. Doch ist das Licht ideal, da es von oben kommt. Außerdem sind dort ein kleines Sofa und Schreibtisch, so dass ich zwischen den Trocknungsphasen gut Pause machen oder am Macbook arbeiten kann. Wenn ich texte für Agenturen, Unternehmen oder Medien, sitze ich an meinen Schreibtisch bzw. Arbeitsplatz im Wohnzimmer.

Woran arbeitest Du gerade?

Meine aktuellen Bilder sind sehr minimalistisch und eher Grafiken als Gemälde, obwohl ich sie genau wie meine anderen Bilder in Acryl auf Leinwand erstellt habe. Nach der sehr gegenständlichen Malerei wollte ich etwas ganz anderes machen. Und da geht sicher noch mehr, Ideen habe ich viele.

Meine aktuellen Bilder sind sehr minimalistisch und eher Grafiken als Gemälde, obwohl ich sie genau wie meine anderen Bilder in Acryl auf Leinwand erstellt habe. Nach der sehr gegenständlichen Malerei wollte ich etwas ganz anderes machen. Und da geht sicher noch mehr, Ideen habe ich viele.

 

Was hängt bei Dir an der Wand?

Es sind zum Teil grafische Illustrationen anderer Künstler, aber auch Gemälde von mir, wie etwa aus der Serie „Flowers and Plants“ sowie die o. g. abstrakt-reduzierten Bilder „Modern Minimalism“. Auch wenn meine eigenen Arbeiten farblich recht ausdruckstark und figurativ sind, habe ich es Zuhause gerne optisch reduziert, analog zur Wohnungseinrichtung. Das beruhigt ungemein.

Es sind zum Teil grafische Illustrationen anderer Künstler, aber auch Gemälde von mir, wie etwa aus der Serie „Flowers and Plants“ sowie die o. g. abstrakt-reduzierten Bilder „Modern Minimalism“. Auch wenn meine eigenen Arbeiten farblich recht ausdruckstark und figurativ sind, habe ich es Zuhause gerne optisch reduziert, analog zur Wohnungseinrichtung. Das beruhigt ungemein.

Was hängt bei Dir an der Wand, Ute Latzke?

(Gemälde von Ute Latzke aus den Serien „Vanitas Reloaded“, „Got lost out there“ und „The Kids are alright“)

Was machst Du, wenn Du eine Pause brauchst?

Was machst Du, wen Du eine Pause brauchst, Ute Latzke?

Selbstgemachter Milchkaffee und ein kleiner Snack in meiner Küche, raus mit meinem Hund in die Natur und abschalten bzw. wieder auftanken und: lesen, lesen, lesen…

Vielen Dank für das Interview, Ute Latzke!

Ute Latzke

Ute Latzke und ihr Hund Cody

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Studio Stories: Christian Odato

Was treibt einen dazu an, tage- ja wochenlang eine Szene auf Leinwand zu bannen, die scheinbar belanglos ist? Doch wer oder was gibt einer Sache, einer Handlung Bedeutung?
Wenn Christian Odato sich Straßenszenen oder Wolkenformationen widmet, gibt er in dem Moment, in dem er sich ans Werk macht, genau diesen Motiven Bedeutung. Und dabei ist weniger relevant warum etwas da ist. Vielmehr ist schon allein die Existenz von Wolken und Szenerien bemerkens- und daher für Christian Odato auch malenswert.

Der Augsburger Künstler, der an der Kunstakademie München studiert hat, gewährt uns einen Einblick in sein Atelier, in dem zurzeit neben Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen auch seine dreidimensionale „Demonstranten“-Serie entsteht.

Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?

Groformatige Arbeiten setze ich immer in meinem Atelier um, ansonsten skizziere und fotografiere ich vor Ort, ob im Cafe, am See, im Zug, in Vorstadtstraßen, Industriegebieten und oft auch auf Reisen.

Groformatige Arbeiten setze ich immer in meinem Atelier um, ansonsten skizziere und fotografiere ich vor Ort, ob im Cafe, am See, im Zug, in Vorstadtstraßen, Industriegebieten und oft auch auf Reisen.

Woran arbeitest Du gerade?

Zurzeit entstehen aus Ton und Gips handgeformte menschliche Figuren, kleine „Wutbürger“ mit erhobener Hand, Transparenten oder Fahnen.

Zurzeit entstehen aus Ton und Gips handgeformte menschliche Figuren, kleine „Wutbürger“ mit erhobener Hand, Transparenten oder Fahnen.

Was hängt bei Dir an der Wand?

Wenn ich mal meinen Blick von der Leinwand abwende, dann richte ich meine Augen himmelwärts zu den Wolken. Daraus entstehen immer wieder Wolkenbilder, die bei mir zu Hause hängen.

Wenn ich mal meinen Blick von der Leinwand abwende, dann richte ich meine Augen himmelwärts zu den Wolken. Daraus entstehen immer wieder Wolkenbilder, die bei mir zu Hause hängen.

Was machst Du, wenn Du eine Pause brauchst?

Wenn ich vom Blick in den Himmel gesättigt bin, schaue ich zur Erde und setze darin Pflanzen ein.

Wenn ich vom Blick in den Himmel gesättigt bin, schaue ich zur Erde und setze darin Pflanzen ein.

Vielen Dank für das Interview, Christian Odato!

Christian Odato

Christian Odato

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Studio Stories: Leonie Bednarek

Linien sind die Basis einer jeden Zeichnung.
Die junge Künstlerin Leonie Bednarek zeigt uns, dass Linien auf ganz unterschiedliche Art gezogen werden können. Ihr Medium ist sowohl die Stick- als auch die Radiernadel.
Zunächst fertigt Leonie Bednarek Kaltnadelradierungen an: Sie ritzt ihre Zeichnung mit einer Stahlnadel in eine Druckplatte und überträgt diese mit einem speziellen Druckverfahren auf Papier.
In einem weiteren Schritt versieht sie diese Drucke mit gestickten Linien.

Das Bewusstsein für den Charakter einer Linie wird geschärft. Kaltnadelradierungen verlangen einen gewissen Kraftaufwand, um ihre Spuren in der Druckplatte zu hinterlassen. Die Struktur eines Fadens hingegen suggeriert zunächst Weichheit und Geschmeidigkeit.
In Leonie Bednareks Werke ist das Gegenteil der Fall: In der ihrer Serie „Langes Kreuzen“ beispielsweise nutzt sie die Radiernadel um die geschmeidigen Körper der Spielerinnen einer Handballmannschaft zu gestalten. Die gestickten Linien, mit denen nur Geraden möglich sind, betonen nüchtern Geometrien und Leerräume.
Leonie Bednarek experimentiert auch mit anderen Drucktechniken und kann hier auf die Werkstatt der TU Dortmund zurückgreifen. Wiederkehrendes Element ist jedoch die gestickte Linie.

Ebenso wie die Protagonistinnen aus „Langes Kreuzen“ bleiben wir am Ball und sind gespannt, was uns die junge Künstlerin in Zukunft noch zeigen wird.

Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?

Die Tiefdrucke meiner Arbeiten fertige ich in der Druckwerkstatt meiner Universität an. Für alles andere konnte ich bei mir Zuhause Platz schaffen, manchmal muss der Boden herhalten.

Die Tiefdrucke meiner Arbeiten fertige ich in der Druckwerkstatt meiner Universität an. Für alles andere konnte ich bei mir Zuhause Platz schaffen, manchmal muss der Boden herhalten.

Woran arbeitest Du gerade?

An einer Serie in der ich mich mit meiner Reise nach Thailand und Vietnam auseinandersetze. Die Stickerei wird auch hier wieder Teil der Arbeiten werden in Kombination mit Nitrofrottage.

An einer Serie in der ich mich mit meiner Reise nach Thailand und Vietnam auseinandersetze.
Die Stickerei wird auch hier wieder Teil der Arbeiten werden in Kombination mit Nitrofrottage.

Was hängt bei Dir an der Wand?

Ein Hauch von Nichts.

Ein Hauch von Nichts.

Was machst Du, wenn Du eine Pause brauchst?
Tee trinken. Die Gedanken frei lassen, manchmal so frei, dass der Tee wieder kalt wird.

Tee trinken. Die Gedanken frei lassen, manchmal so frei, dass der Tee wieder kalt wird.

Vielen Dank für das Interview, Leonie Bednarek!
Vielen Dank für das Interview, Leonie Bednarek!

Vielen Dank für das Interview, Leonie Bednarek!

Studio Stories: Stefan Wanzl-Lawrence

Stefan Wanzl-Lawrence nimmt uns mit in eine andere Welt.
Menschen, meist nackt, bevölkern seine Werke. Körper, gemalt mit einem wässrigen Aquarellpinsel. Plastisch und doch durchscheinend. Schemenhaft und doch voller Präsenz.
Die Posen lasziv. Die Situationen rätselhaft.
Stefan Wanzl-Lawrence fragt: „Sind diese Themen eine Übersetzung der Realität, Traum oder Utopie? Stimmungen entstehen, die wir einerseits alle kennen, aber unser Wissen wird auch gestört, durchbrochen und herausgefordert. Wir fühlen uns wohl und sind doch befremdet, eigene Geschichten entstehen beim Betrachter, darin kann man sich verlieren.“
Entstanden sind die Aquarelle in einer ehemaligen Bäckerei in Neuburg. Die Donaustadt ist der Ort seiner Kindheit. Seine Heimat, die ihn nie losgelassen hat und bis heute seine Werke prägt.

Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?
Mein Atelier ist eine ehemalige Bäckerei, in der ich als Kind schon Süßigkeiten gekauft habe. Der Ort ist also verführerisch geblieben.

Mein Atelier ist eine ehemalige Bäckerei, in der ich als Kind schon Süßigkeiten gekauft
habe. Der Ort ist also verführerisch geblieben.

Woran arbeitest Du gerade?
An der Grundierung, also arbeite ich am Anfang selbst. Danach ist es weniger Arbeit und mehr Vergnügen.

An der Grundierung, also arbeite ich am Anfang selbst.
Danach ist es weniger Arbeit und mehr Vergnügen.

Was hängt bei Dir an der Wand?
Ein Rembrandt-Druck, einige Arbeiten meiner geschätzten Kollegin Susanne Pohl und eigene Werke. Ansonsten steht auch jede Menge Nippes herum.

Ein Rembrandt-Druck, einige Arbeiten meiner geschätzten Kollegin Susanne Pohl
und eigene Werke. Ansonsten steht auch jede Menge Nippes herum.

Was machst Du, wenn Du eine Pause brauchst?
Dann geh ich Reiten, spazieren, in den Jazz-Club, spiel Gitarre oder sitz am Stammtisch.

Dann geh ich Reiten, spazieren, in den Jazz-Club, spiel Gitarre oder sitz am Stammtisch.

Vielen Dank für das Interview, Stefan Wanzl-Lawrence!
Vielen Dank für das Interview, Stefan Wanzl-Lawrence!

Stefan Wanzl-Lawrence vor seinem Atelier

Studio Stories: Vitali Nazarenus

Schwarz auf Weiß. Der Edding ist gnadenlos, lässt keine Fehler zu.
Und Vitali Nazarenus Zeichnungen sind makellos. Keine Linie, die nicht sitzt.

Der Weg dahin, ist das Ziel: „So behält jeder Punkt und Strich seine Wichtigkeit. Und jeder „Fehler“ bringt mich dazu etwas Neues auszuprobieren. Ich nenne das „ehrliches Zeichnen“, so Vitali Nazarenus.

Sind die Mittel noch so begrenzt, die Vorstellungskraft ist grenzenlos. Das hat er gelernt, in einem kleinen Dorf in Sibirien.
Und angekommen in Hamburg, wo alle Mittel zur Verfügung stehen, besinnt er sich dieser Erkenntnis und macht sie zur Quintessenz seiner Werke

Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?

Mein Arbeitsplatz ist manchmal der Küchentisch, manchmal der Wohnzimmertisch und manchmal gar kein Tisch :)

Mein Arbeitsplatz ist manchmal der Küchentisch, manchmal der Wohnzimmertisch und manchmal gar kein Tisch 🙂

Woran arbeitest Du gerade?

Momentan teste ich ein paar Fingergesten.

Momentan teste ich ein paar Fingergesten.

Was hängt bei Dir an der Wand?

siehe Bild, ohne Worte

siehe Bild, ohne Worte

Was machst Du, wenn Du eine Pause brauchst?

Ich bringe meine Augen kurz raus auf den Balkon.

Ich bringe meine Augen kurz raus auf den Balkon.

Wir danken für das Interview, Vitali Nazarenus!
Vitali Nazarenus

Vitali Nazarenus

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Studio Stories: Stefanie Schairer

Dass Kunst machen ein interaktiver und sozialer Prozess sein kann, das zeigt Stefanie Schairer.
Viele ihrer Werke und Ausstellungen sind aus Gemeinschaftsprojekten mit anderen Kreativen entstanden. Auch lädt sie schon mal Passanten im Herzen Berlins ein, gemeinsam mit anderen und ihr eine Leinwand zu gestalten. Selbst blinde Kinder werden bei ihr zu kleinen Künstlern (s. Vita). Stefanie Schairer interessiert sich für das Zwischenmenschliche und Beziehungen. Sie bringt Menschen dazu, künstlerisch tätig zu sein und die Welt mit anderen Augen zu sehen.
Sie engagiert sich, ist eine wahre Philanthropin, die ihre zwischenmenschlichen Erfahrungen und Begegnungen in ihrer Kunst umsetzt.

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
Ich lebe und arbeite in meiner Einraumwohnung in Berlin. Wenn ich auf großen Leinwänden arbeite bin ich mit ihnen auf dem Boden oder an dieser Wand.

Ich lebe und arbeite in meiner Einraumwohnung in Berlin. Wenn ich auf großen Leinwänden arbeite bin ich mit ihnen auf dem Boden oder an dieser Wand.

Woran arbeitest du gerade?
In der Malerei arbeite ich meistens nicht konzeptionell. So ist es auch mit dieser Leinwand. Hierbei reizt mich die Größe 180 x 160 und dass ich dabei im Stehen arbeite. Die Idee ist derzeit, dass ich verschiedene Farbschichten aufeinander lege und ich mich von dem was ich erkennen kann, leiten lasse. Einen Sinn darin erkenne ich meist erst am Schluss von einer Arbeit. Parallel dazu bin ich in der Entwicklung von Automaten. Hier ist mein Automat „Safe the day“ aus welchen man sich Wertmarken mit der Aufschrift „Ich bin schön“ oder „Was solls“ ziehen kann.

In der Malerei arbeite ich meistens nicht konzeptionell. So ist es auch mit dieser Leinwand. Hierbei reizt mich die Größe 180 x 160 und dass ich dabei im Stehen arbeite. Die Idee ist derzeit, dass ich verschiedene Farbschichten aufeinander lege und ich mich von dem was ich erkennen kann, leiten lasse. Einen Sinn darin erkenne ich meist erst am Schluss von einer Arbeit.
Parallel dazu bin ich in der Entwicklung von Automaten. Hier ist mein Automat „Safe the day“ aus welchen man sich Wertmarken mit der Aufschrift „Ich bin schön“ oder „Was solls“ ziehen kann.

Was hängt bei Dir an der Wand?
An meinen Wänden hängen überwiegend Werke von mir, kleine Installationen und Versuchsreihen. Jung In Kim eine Künstlerin und Freundin von mir hatte mir nach ihrer Ausstellung in Berlin eine Arbeit überlassen, welche ich sehr schätze. Ich werde sie nicht an die Wand – sondern in den Raum hängen.

An meinen Wänden hängen überwiegend Werke von mir, kleine Installationen und Versuchsreihen. Jung In Kim eine Künstlerin und Freundin von mir hatte mir nach ihrer Ausstellung in Berlin eine Arbeit überlassen, welche ich sehr schätze.
Ich werde sie nicht an die Wand – sondern in den Raum hängen.

Was machst du, wenn du eine Pause brauchst?
Bei einer kurzen Arbeitspause wechsele ich den Raum und gehe in meine Küche und sitze auf meinem Lieblingssessel an meinen Küchentisch. Ich koche mir Kaffee oder Tee und genieße die Ruhe. Bei größeren Pausen treffe ich mich mit Freund_innen. Bei ganz großen Pausen mache ich mich auf Reisen und verlasse Berlin.

Bei einer kurzen Arbeitspause wechsele ich den Raum und gehe in meine Küche und sitze auf meinem Lieblingssessel an meinen Küchentisch. Ich koche mir Kaffee oder Tee und genieße die Ruhe. Bei größeren Pausen treffe ich mich mit Freund_innen. Bei ganz großen Pausen mache ich mich auf Reisen und verlasse Berlin.

Vielen Dank für das Interview, Stefanie Schairer!
Kopfstehen? Ist eigentlich ein Übertragungsfehler!:) Hat aber was...

Kopfstehen? Ist eigentlich ein Übertragungsfehler!:) Hat aber was…

Studio Stories: Vanessa Leißring

Vanessa Leißrings Fotografien sind klar und aufgeräumt. Eindeutige Fluchtlinien, keine Unschärfen… Die Szenerien sind menschenleer, obwohl sie eigentlich Stätten der Begegnung und des Trubels sind: Tankstellen aus der Serie „Petrol Stations“, Sportstätten wie Bowlingbahnen oder Tennishallen aus der Serie „Youth Club“, die Strandbäder aus „Adria“ oder auch die „Sport Fields“ in den Dünen unter freiem Himmel.
Es scheint, als öffne sich bei der Betrachtung der Fotografien eine Tür, die dazu einlädt, näher zu treten und diesem Ort Leben einzuhauchen.

Und jetzt ist es an der Zeit, die Wirkungsgstätte der Vanessa Leißring zu betreten:

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
Studio Ansicht mit Blick auf ein Still Life Setting im Aufbau

Studio Ansicht mit Blick auf ein Still Life Setting im Aufbau

Woran arbeitest du gerade?
Ich arbeite an einer Fortführung eines Themas bei dem ich mich mit Freizeit Räumen auseinander gesetzt habe. Youth Club, ist der Name dieser Arbeit. Die Weiterführung wird sich mit Interieurs der Räumlichkeiten beschäftigen.

Ich arbeite an einer Fortführung eines Themas bei dem ich mich mit Freizeit Räumen auseinander gesetzt habe. Youth Club, ist der Name dieser Arbeit. Die Weiterführung wird sich mit Interieurs der Räumlichkeiten beschäftigen.

Was hängt bei Dir an der Wand?
Ich arbeite an einer Fortführung eines Themas bei dem ich mich mit Freizeit Räumen auseinander gesetzt habe. Youth Club, ist der Name dieser Arbeit. Die Weiterführung wird sich mit Interieurs der Räumlichkeiten beschäftigen.

Vier Fotografien von mir, eines meiner Lieblingsbilder aus meiner Diplom Arbeit „I AM“ und ein Motiv aus der Serie „Sports Fields“ sowie eine Petrol Station und ein Bild aus der Adria Serie. Ich liebe Hard edge und Op Art, besonders die Quadrate von Josef Albers haben es mir angetan.

Was machst du, wenn du eine Pause brauchst?
Ich bin gerne draussen und sehr sportlich, entweder zu Fuss, per Rad oder auf dem Boot.

Ich bin gerne draussen und sehr sportlich, entweder zu Fuss, per Rad oder auf dem Boot.

Vielen Dank für das Interview, Vanessa Leißring!
Im Studio mit Parabol Schirm (von meinem Lieblingsassistenten Mika geschossen)

Im Studio mit Parabol Schirm (von meinem Assistenten Mika geschossen)

studio stories: Benjamin Vogel

Idyllische Almlandschaften in fotorealistischer Manier auf die Leinwand gebracht. Bedrohlich wirkende Gebirgsformationen in der Dämmerung. Topografisches Kartenmaterial alpin klingender Namen. Benjamin Vogel beleuchtet die Gebirgslandschaften von alle Seiten. Und, was daran besonders beeindruckend ist: Er erfindet sie!
Langseetal, Hoher Seekogel, Guggengletscher… Alles Schöpfungen von Benjamin Vogel.

Werfen wir einen Blick in das Atelier des Dortmunder Malers und schauen, wo die Berglandschaften akribisch konstruiert und auf unterschiedliche Weise visualisiert werden.

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?

Zurzeit überraschend aufgeräumt (Ich komme zu wenig zum Malen...).

Zurzeit überraschend aufgeräumt (Ich komme zu wenig zum Malen…).

Woran arbeitest du gerade?

 Ich arbeite derzeit an der Bilderserie "Alpine Topografien", in der ich mich in malerisch sehr reduzierter Form mit der topografischen Erscheinung von Gebirgsoberflächen auseinandersetze. Hier das noch nicht fertig gestellte Bild "Mönch".

Ich arbeite derzeit an der Bilderserie „Alpine Topografien“, in der ich mich in malerisch sehr reduzierter Form mit der topografischen Erscheinung von Gebirgsoberflächen auseinandersetze. Hier das noch nicht fertig gestellte Bild „Mönch“.

Was hängt bei Dir an der Wand?

Olaf Rößler

Überwiegend meine eigenen Bilder. Über meinem Schreibtisch hängt allerdings eine wunderbare Nachtfotografie von Olaf Rößler aus Hamburg. Mit ihm habe ich 2013 gemeinsam ausgestellt und wir haben je ein Bild miteinander getauscht, worüber ich nach wie vor sehr glücklich bin.

Was machst du, wenn du eine Pause brauchst?

Hombruch by Night

Ich gehe spazieren und besteige dabei gerne den nächstgelegenen Berg: Eine etwa 40 m hohe Abraumhalde, die schöne Blicke über den Dortmunder Süden erlaubt – besonders schön bei den frühen Sonnenuntergängen zurzeit.

Vielen Dank für das Interview, Benjamin Vogel!

Vielen Dank für das Interview, Benjamin Vogel!

Benjamin Vogel

 

studio stories: Mister Monji

Das nackte Blatt, die monochrome Leinwand wird zur Bühne für die mit einer Baseball-Kappe gekleideten männlichen Figur. Diese Figur – ist es Mister Monji selbst? – befindet sich vor der Stille des Hintergrundes in skurrilen Situationen. Ihr einziger Begleiter: ein oder mehrere Klon(e) ihrer selbst und ein alter VW-Käfer…

„Konzeptuelle Einfachheit und die Betonung des Besonderen in jedem Augenblick, die figurative, illustrierende Darstellung von Passagen, flüchtigen Momenten im Leben, erinnern vielleicht an Miniaturenmalerei, die ich als Visualisierung der Poetizität des Alltags verstehe.“
Der Mexikaner, der über ein DAAD-Stipendium nach Berlin kam, hat nun seinen Schreibtisch im Allgäu stehen und arbeitet hier an einer engen Verflechtung zwischen Kunst, Poesie und dem Leben.

Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?
Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus, Mister Monji?

Blick auf Mister Monjis Schreibtisch. Ein Stückchen Dschungel in vier Wänden.

Woran arbeitest Du gerade?
Woran arbeitest Du gerade, Mister Monji? Ich fange eine neue Serie für meine Einzelausstellung nächstes Jahr in Mexiko an, es geht um "die Apokalypse". Und das ist die Grundidee...

Woran arbeitest Du gerade, Mister Monji? Ich fange eine neue Serie für meine Einzelausstellung nächstes Jahr in Mexiko an, es geht um „die Apokalypse“. Und das ist die Grundidee…

Was hängt bei Dir an der Wand?
Was hängt bei Dir an der Wand, Mister Monji?

Was hängt bei Dir an der Wand, Mister Monji? Die zwei Objekte an der Wand sind auf Flohmärkten gekauft worden und stammen von mittlerweile verschwundenen Bauernhöfen. Das Holzpferd, das echte Haare besitzt, interessiert mich, weil es handgemacht ist und man Spuren vergangener Zeiten und der Seele fremder Menschen darin finden kann. Das Christusbild finde ich wegen der Bildelemente aufregend: Es ist ganz einfach sublim, eine Figur aus der Dunkelheit mit Feuer auf der Brust zu sehen…

Was machst Du, wenn Du eine Pause brauchst?
Was machst Du, wenn Du eine Paus brauchst, Mister Monji? Ich gehe spazieren, das ist hinter meinem Haus.

Was machst Du, wenn Du eine Paus brauchst, Mister Monji? Ich gehe spazieren, das ist hinter meinem Haus.

Vielen Dank für das Interview, Mister Monji!
Mister Monji. Foto: Mister Monji

Mister Monji. Foto: Mister Monji