Studio Stories: Stefan Wanzl-Lawrence

Stefan Wanzl-Lawrence nimmt uns mit in eine andere Welt.
Menschen, meist nackt, bevölkern seine Werke. Körper, gemalt mit einem wässrigen Aquarellpinsel. Plastisch und doch durchscheinend. Schemenhaft und doch voller Präsenz.
Die Posen lasziv. Die Situationen rätselhaft.
Stefan Wanzl-Lawrence fragt: „Sind diese Themen eine Übersetzung der Realität, Traum oder Utopie? Stimmungen entstehen, die wir einerseits alle kennen, aber unser Wissen wird auch gestört, durchbrochen und herausgefordert. Wir fühlen uns wohl und sind doch befremdet, eigene Geschichten entstehen beim Betrachter, darin kann man sich verlieren.“
Entstanden sind die Aquarelle in einer ehemaligen Bäckerei in Neuburg. Die Donaustadt ist der Ort seiner Kindheit. Seine Heimat, die ihn nie losgelassen hat und bis heute seine Werke prägt.

Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?
Mein Atelier ist eine ehemalige Bäckerei, in der ich als Kind schon Süßigkeiten gekauft habe. Der Ort ist also verführerisch geblieben.

Mein Atelier ist eine ehemalige Bäckerei, in der ich als Kind schon Süßigkeiten gekauft
habe. Der Ort ist also verführerisch geblieben.

Woran arbeitest Du gerade?
An der Grundierung, also arbeite ich am Anfang selbst. Danach ist es weniger Arbeit und mehr Vergnügen.

An der Grundierung, also arbeite ich am Anfang selbst.
Danach ist es weniger Arbeit und mehr Vergnügen.

Was hängt bei Dir an der Wand?
Ein Rembrandt-Druck, einige Arbeiten meiner geschätzten Kollegin Susanne Pohl und eigene Werke. Ansonsten steht auch jede Menge Nippes herum.

Ein Rembrandt-Druck, einige Arbeiten meiner geschätzten Kollegin Susanne Pohl
und eigene Werke. Ansonsten steht auch jede Menge Nippes herum.

Was machst Du, wenn Du eine Pause brauchst?
Dann geh ich Reiten, spazieren, in den Jazz-Club, spiel Gitarre oder sitz am Stammtisch.

Dann geh ich Reiten, spazieren, in den Jazz-Club, spiel Gitarre oder sitz am Stammtisch.

Vielen Dank für das Interview, Stefan Wanzl-Lawrence!
Vielen Dank für das Interview, Stefan Wanzl-Lawrence!

Stefan Wanzl-Lawrence vor seinem Atelier

Studio Stories: Vitali Nazarenus

Schwarz auf Weiß. Der Edding ist gnadenlos, lässt keine Fehler zu.
Und Vitali Nazarenus Zeichnungen sind makellos. Keine Linie, die nicht sitzt.

Der Weg dahin, ist das Ziel: „So behält jeder Punkt und Strich seine Wichtigkeit. Und jeder „Fehler“ bringt mich dazu etwas Neues auszuprobieren. Ich nenne das „ehrliches Zeichnen“, so Vitali Nazarenus.

Sind die Mittel noch so begrenzt, die Vorstellungskraft ist grenzenlos. Das hat er gelernt, in einem kleinen Dorf in Sibirien.
Und angekommen in Hamburg, wo alle Mittel zur Verfügung stehen, besinnt er sich dieser Erkenntnis und macht sie zur Quintessenz seiner Werke

Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?

Mein Arbeitsplatz ist manchmal der Küchentisch, manchmal der Wohnzimmertisch und manchmal gar kein Tisch :)

Mein Arbeitsplatz ist manchmal der Küchentisch, manchmal der Wohnzimmertisch und manchmal gar kein Tisch 🙂

Woran arbeitest Du gerade?

Momentan teste ich ein paar Fingergesten.

Momentan teste ich ein paar Fingergesten.

Was hängt bei Dir an der Wand?

siehe Bild, ohne Worte

siehe Bild, ohne Worte

Was machst Du, wenn Du eine Pause brauchst?

Ich bringe meine Augen kurz raus auf den Balkon.

Ich bringe meine Augen kurz raus auf den Balkon.

Wir danken für das Interview, Vitali Nazarenus!
Vitali Nazarenus

Vitali Nazarenus

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STOLM4 stellt aus – Berlin

Michael Stoll alias STOLM 4 „Der Blinde Fleck“ im Raum für drastische Maßnahmen

Den Reisenden zieht es in die Ferne, um das unverfälschte Andere zu entdecken. Doch wie der Reisende in der Sonne seinen Schatten wirft, verändert er die Fremde in dem Augenblick seiner Anwesenheit. Das ‚Authentische’ erlischt in dem Moment seines Erscheinens. Mit diesem Makel des Reisens befasst sich Michael Stoll in seiner Konzeption des blinden Flecks.

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Die Ausstellung besteht aus drei räumlichen Einheiten. Im Hauptraum zeigt der Künstler verschiedene Arbeiten, die aus den Eindrücken seiner Weltreise entstanden. Grossformatige, aus Holz gefrässte Bilder der Serie Handwerk treffen auf mit Farbstift und Acryl, zum Teil kindlich-intuitiv, zum teil detailliert-präzise eingefangene Momentaufnahmen ferner Kulturräume. Als blinde Flecken, als das, was dem Reisenden immer verborgen bleiben wird, schweben Metallarbeiten vor den Bildern. Sie verdecken einen Teil des Sujets und nehmen so Raum ein, sie werfen den Schatten der Erwartungen des Reisenden, der Spuren in seiner Umgebung hinterlässt. Zusätzlich erzeugen Strukturobjekte eine Dreidimensionalität, die es dem Betrachter ermöglichen, einen neuen ‚kulturellen Raum’ zu betreten. Weiterlesen

Studio Stories: Stefanie Schairer

Dass Kunst machen ein interaktiver und sozialer Prozess sein kann, das zeigt Stefanie Schairer.
Viele ihrer Werke und Ausstellungen sind aus Gemeinschaftsprojekten mit anderen Kreativen entstanden. Auch lädt sie schon mal Passanten im Herzen Berlins ein, gemeinsam mit anderen und ihr eine Leinwand zu gestalten. Selbst blinde Kinder werden bei ihr zu kleinen Künstlern (s. Vita). Stefanie Schairer interessiert sich für das Zwischenmenschliche und Beziehungen. Sie bringt Menschen dazu, künstlerisch tätig zu sein und die Welt mit anderen Augen zu sehen.
Sie engagiert sich, ist eine wahre Philanthropin, die ihre zwischenmenschlichen Erfahrungen und Begegnungen in ihrer Kunst umsetzt.

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
Ich lebe und arbeite in meiner Einraumwohnung in Berlin. Wenn ich auf großen Leinwänden arbeite bin ich mit ihnen auf dem Boden oder an dieser Wand.

Ich lebe und arbeite in meiner Einraumwohnung in Berlin. Wenn ich auf großen Leinwänden arbeite bin ich mit ihnen auf dem Boden oder an dieser Wand.

Woran arbeitest du gerade?
In der Malerei arbeite ich meistens nicht konzeptionell. So ist es auch mit dieser Leinwand. Hierbei reizt mich die Größe 180 x 160 und dass ich dabei im Stehen arbeite. Die Idee ist derzeit, dass ich verschiedene Farbschichten aufeinander lege und ich mich von dem was ich erkennen kann, leiten lasse. Einen Sinn darin erkenne ich meist erst am Schluss von einer Arbeit. Parallel dazu bin ich in der Entwicklung von Automaten. Hier ist mein Automat „Safe the day“ aus welchen man sich Wertmarken mit der Aufschrift „Ich bin schön“ oder „Was solls“ ziehen kann.

In der Malerei arbeite ich meistens nicht konzeptionell. So ist es auch mit dieser Leinwand. Hierbei reizt mich die Größe 180 x 160 und dass ich dabei im Stehen arbeite. Die Idee ist derzeit, dass ich verschiedene Farbschichten aufeinander lege und ich mich von dem was ich erkennen kann, leiten lasse. Einen Sinn darin erkenne ich meist erst am Schluss von einer Arbeit.
Parallel dazu bin ich in der Entwicklung von Automaten. Hier ist mein Automat „Safe the day“ aus welchen man sich Wertmarken mit der Aufschrift „Ich bin schön“ oder „Was solls“ ziehen kann.

Was hängt bei Dir an der Wand?
An meinen Wänden hängen überwiegend Werke von mir, kleine Installationen und Versuchsreihen. Jung In Kim eine Künstlerin und Freundin von mir hatte mir nach ihrer Ausstellung in Berlin eine Arbeit überlassen, welche ich sehr schätze. Ich werde sie nicht an die Wand – sondern in den Raum hängen.

An meinen Wänden hängen überwiegend Werke von mir, kleine Installationen und Versuchsreihen. Jung In Kim eine Künstlerin und Freundin von mir hatte mir nach ihrer Ausstellung in Berlin eine Arbeit überlassen, welche ich sehr schätze.
Ich werde sie nicht an die Wand – sondern in den Raum hängen.

Was machst du, wenn du eine Pause brauchst?
Bei einer kurzen Arbeitspause wechsele ich den Raum und gehe in meine Küche und sitze auf meinem Lieblingssessel an meinen Küchentisch. Ich koche mir Kaffee oder Tee und genieße die Ruhe. Bei größeren Pausen treffe ich mich mit Freund_innen. Bei ganz großen Pausen mache ich mich auf Reisen und verlasse Berlin.

Bei einer kurzen Arbeitspause wechsele ich den Raum und gehe in meine Küche und sitze auf meinem Lieblingssessel an meinen Küchentisch. Ich koche mir Kaffee oder Tee und genieße die Ruhe. Bei größeren Pausen treffe ich mich mit Freund_innen. Bei ganz großen Pausen mache ich mich auf Reisen und verlasse Berlin.

Vielen Dank für das Interview, Stefanie Schairer!
Kopfstehen? Ist eigentlich ein Übertragungsfehler!:) Hat aber was...

Kopfstehen? Ist eigentlich ein Übertragungsfehler!:) Hat aber was…

Ausstellungsausschreibung BUCHKUNST

Anlässlich der 43. Kunsttage in Detmold bietet der Kunstmarkt Detmold e.V. jungen Kunstschaffenden die Möglichkeit sich mit Ihren Arbeiten in der Stadthalle Detmold zu präsentieren.
Bewerbungsschluss ist der 25. April 2016.

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Der Kunstmarkt Detmold e.V. hat sich auch in diesem Jahr zum Ziel gesetzt, den Künstlern eine Plattform zu bieten um sich einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und möchte allen Kunstinteressierten, wie auch in den vergangen Jahren, eine interessante und vielseitige Ausstellung zum diesjährigen Ausstellungsthema präsentieren.

In diesem Zusammenhang möchten wir Sie bitten, die sich in der Anlage befindende Ausschreibung an alle Studierenden und Interessenten weiterzuleiten und wenn möglich öffentlich zu publizieren.

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Altona Werkstatt Stipendium 2016

Werkstatt Altena e.V. Kreis zur Förderung der bildenden Kunst vergibt ein sechsmonatiges Stipendium.
Bewerbungsschluss. 29. Februar 2016.

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Die WERKSTATT ALTENA gibt Ihnen als jungen Künstler oder junge Künstlerin die Möglichkeit, sich im Anschluss an Ihr Studium künstlerisch weiter zu entwickeln und zu festigen. Das Stipendium soll Ihnen in dieser wichtigen Phase ein Arbeiten frei von finanziellen Zwängen ermöglichen.

Sie müssen als Bewerber/Bewerberin um das Stipendium über ein abgeschlossenes Studium im Bereich der bildenden Künste verfügen. Ihr Studienabschluss muss nach dem 1. Januar 2014 erfolgt sein.
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Studio Stories: Vanessa Leißring

Vanessa Leißrings Fotografien sind klar und aufgeräumt. Eindeutige Fluchtlinien, keine Unschärfen… Die Szenerien sind menschenleer, obwohl sie eigentlich Stätten der Begegnung und des Trubels sind: Tankstellen aus der Serie „Petrol Stations“, Sportstätten wie Bowlingbahnen oder Tennishallen aus der Serie „Youth Club“, die Strandbäder aus „Adria“ oder auch die „Sport Fields“ in den Dünen unter freiem Himmel.
Es scheint, als öffne sich bei der Betrachtung der Fotografien eine Tür, die dazu einlädt, näher zu treten und diesem Ort Leben einzuhauchen.

Und jetzt ist es an der Zeit, die Wirkungsgstätte der Vanessa Leißring zu betreten:

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
Studio Ansicht mit Blick auf ein Still Life Setting im Aufbau

Studio Ansicht mit Blick auf ein Still Life Setting im Aufbau

Woran arbeitest du gerade?
Ich arbeite an einer Fortführung eines Themas bei dem ich mich mit Freizeit Räumen auseinander gesetzt habe. Youth Club, ist der Name dieser Arbeit. Die Weiterführung wird sich mit Interieurs der Räumlichkeiten beschäftigen.

Ich arbeite an einer Fortführung eines Themas bei dem ich mich mit Freizeit Räumen auseinander gesetzt habe. Youth Club, ist der Name dieser Arbeit. Die Weiterführung wird sich mit Interieurs der Räumlichkeiten beschäftigen.

Was hängt bei Dir an der Wand?
Ich arbeite an einer Fortführung eines Themas bei dem ich mich mit Freizeit Räumen auseinander gesetzt habe. Youth Club, ist der Name dieser Arbeit. Die Weiterführung wird sich mit Interieurs der Räumlichkeiten beschäftigen.

Vier Fotografien von mir, eines meiner Lieblingsbilder aus meiner Diplom Arbeit „I AM“ und ein Motiv aus der Serie „Sports Fields“ sowie eine Petrol Station und ein Bild aus der Adria Serie. Ich liebe Hard edge und Op Art, besonders die Quadrate von Josef Albers haben es mir angetan.

Was machst du, wenn du eine Pause brauchst?
Ich bin gerne draussen und sehr sportlich, entweder zu Fuss, per Rad oder auf dem Boot.

Ich bin gerne draussen und sehr sportlich, entweder zu Fuss, per Rad oder auf dem Boot.

Vielen Dank für das Interview, Vanessa Leißring!
Im Studio mit Parabol Schirm (von meinem Lieblingsassistenten Mika geschossen)

Im Studio mit Parabol Schirm (von meinem Assistenten Mika geschossen)

Pin the hole! – Ein Pin für die Löcher! Call for Artists

Das Street Art Fest KURA2016 in Wittenberg sucht neue, vielversprechende KünstlerInnen.
Bewerbungsschluss ist der 19. Februar 2016.

„Pin the hole! – Ein Pin für die Löcher!“ ist das Zweitprogramm innerhalb KURA2016, das auf eine neue nachrückende Künstlergenration ausgerichtet ist. Wir haben eine große, lange, neue Wand, die eine großartige Hintergrundbasis für die neuen Arbeiten im Umfang von „Pin the hole!“ liefern wird. Das Wandgemälde wird auch in die in KURA integrierte Open-Air-Galerie aufgenommen werden.

„Pin the hole!“ ist eine Erweiterung des KURA2016-Hauptthemas. Dieses Programm will die soziale, kulturelle und politische Meinung unter den jungen, internationalen, visuellen Künstlern nähren. Das Betrachtungsobjekt sind die sogenannten Löcher, die mit Inhalten aus der Betrachtung heraus gefüllt werden müssen, in Analogie zu den urbanen Leerständen. Reflexion über und Fokus auf anspruchsvolle soziale Themen aus deinem eigenen lokalen urbanen Netzwerk werden bevorzugt. Die sogenannten Löcher brauchen vermutlich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und damit erfrischende Entscheidungen. Ihr werdet die Möglichkeit haben, euch groß auszudrücken.
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Stipendium der Künstlerstadt Kalbe

Einladung zur Bewerbung für den Wintercampus „Abenteuer-Land 2016“ der Künstlerstadt Kalbe vom 22.02. — 21.03.2015.
Bewerbungsschluss ist der 06.02.2016.

Die Künstlerstadt Kalbe ist eine soziale Skulptur. Kunst findet in neu erschlossenen Räumen statt, die kulturelle Begegnungen möglich machen. Leer stehende Häuser und Wohnungen wird wieder Leben eingehaucht, sie werden zum Erzählen gebracht. Kalbe wird nachhaltig als Ort gestaltet, verwandelt und neu gedeutet. Seit Bestehen der Künstlerstadt Kalbe im Jahr 2013 wurde die Arbeit der Künstlerstadt inzwischen mehrfach ausgezeichnet und prämiert (Land der Ideen, Demografie-Preis Sachsen-Anhalt u.a.). Außerdem fördert die Kulturstiftung des Bundes Fonds Neue Länder in den nächsten drei Jahren die Arbeit der Künstlerstadt.

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Ausschreibung für Kunstinstallationen auf dem SZIGET 2016

Baue mit an der ISLAND OF FREEDOM mit Deiner eigenen Installation auf dem Sziget Festival 2016.
Bewerbungsschluss ist der 15. Februar 2016

SzigetDas Sziget Festival ist eines der größten multikulturellen Events in Europa und zieht knapp 400.000 Fans aus über 70 Ländern an. Auf einer wundervollen Insel im Herzen von Budapest, erlebt man einen Festival-Urlaub mit einer Non-Stop-Party, großartige Live-Konzerte und obendrauf noch alle touristischen Attraktionen die Budapest zu bieten hat. Sziget ist die sogenannte ISLAND OF FREEDOM, die auch als eigener, unabhängiger Staat angesehen werden kann. Die spielenden Bands reichen von Weltstars, den größten Namen der internationalen Pop-/Rock-Szene bis hin zu kleineren Bands und Musikern aus dem Metal-, Folk-, Jazz-, Blues-, Alternativ- und Weltmusik-Genre. Sogar klassische Musik findet man auf dem Sziget Festival. Es geht aber nicht nur um Musik. Das Festival bietet ein vielseitiges, kulturelles Angebot wie beispielsweise Theater, Zirkus, oder verschiedene Ausstellungen.

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