STOLM4 stellt aus – Berlin

Michael Stoll alias STOLM 4 „Der Blinde Fleck“ im Raum für drastische Maßnahmen

Den Reisenden zieht es in die Ferne, um das unverfälschte Andere zu entdecken. Doch wie der Reisende in der Sonne seinen Schatten wirft, verändert er die Fremde in dem Augenblick seiner Anwesenheit. Das ‚Authentische’ erlischt in dem Moment seines Erscheinens. Mit diesem Makel des Reisens befasst sich Michael Stoll in seiner Konzeption des blinden Flecks.

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Die Ausstellung besteht aus drei räumlichen Einheiten. Im Hauptraum zeigt der Künstler verschiedene Arbeiten, die aus den Eindrücken seiner Weltreise entstanden. Grossformatige, aus Holz gefrässte Bilder der Serie Handwerk treffen auf mit Farbstift und Acryl, zum Teil kindlich-intuitiv, zum teil detailliert-präzise eingefangene Momentaufnahmen ferner Kulturräume. Als blinde Flecken, als das, was dem Reisenden immer verborgen bleiben wird, schweben Metallarbeiten vor den Bildern. Sie verdecken einen Teil des Sujets und nehmen so Raum ein, sie werfen den Schatten der Erwartungen des Reisenden, der Spuren in seiner Umgebung hinterlässt. Zusätzlich erzeugen Strukturobjekte eine Dreidimensionalität, die es dem Betrachter ermöglichen, einen neuen ‚kulturellen Raum’ zu betreten. Weiterlesen

Studio Stories: Stefanie Schairer

Dass Kunst machen ein interaktiver und sozialer Prozess sein kann, das zeigt Stefanie Schairer.
Viele ihrer Werke und Ausstellungen sind aus Gemeinschaftsprojekten mit anderen Kreativen entstanden. Auch lädt sie schon mal Passanten im Herzen Berlins ein, gemeinsam mit anderen und ihr eine Leinwand zu gestalten. Selbst blinde Kinder werden bei ihr zu kleinen Künstlern (s. Vita). Stefanie Schairer interessiert sich für das Zwischenmenschliche und Beziehungen. Sie bringt Menschen dazu, künstlerisch tätig zu sein und die Welt mit anderen Augen zu sehen.
Sie engagiert sich, ist eine wahre Philanthropin, die ihre zwischenmenschlichen Erfahrungen und Begegnungen in ihrer Kunst umsetzt.

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
Ich lebe und arbeite in meiner Einraumwohnung in Berlin. Wenn ich auf großen Leinwänden arbeite bin ich mit ihnen auf dem Boden oder an dieser Wand.

Ich lebe und arbeite in meiner Einraumwohnung in Berlin. Wenn ich auf großen Leinwänden arbeite bin ich mit ihnen auf dem Boden oder an dieser Wand.

Woran arbeitest du gerade?
In der Malerei arbeite ich meistens nicht konzeptionell. So ist es auch mit dieser Leinwand. Hierbei reizt mich die Größe 180 x 160 und dass ich dabei im Stehen arbeite. Die Idee ist derzeit, dass ich verschiedene Farbschichten aufeinander lege und ich mich von dem was ich erkennen kann, leiten lasse. Einen Sinn darin erkenne ich meist erst am Schluss von einer Arbeit. Parallel dazu bin ich in der Entwicklung von Automaten. Hier ist mein Automat „Safe the day“ aus welchen man sich Wertmarken mit der Aufschrift „Ich bin schön“ oder „Was solls“ ziehen kann.

In der Malerei arbeite ich meistens nicht konzeptionell. So ist es auch mit dieser Leinwand. Hierbei reizt mich die Größe 180 x 160 und dass ich dabei im Stehen arbeite. Die Idee ist derzeit, dass ich verschiedene Farbschichten aufeinander lege und ich mich von dem was ich erkennen kann, leiten lasse. Einen Sinn darin erkenne ich meist erst am Schluss von einer Arbeit.
Parallel dazu bin ich in der Entwicklung von Automaten. Hier ist mein Automat „Safe the day“ aus welchen man sich Wertmarken mit der Aufschrift „Ich bin schön“ oder „Was solls“ ziehen kann.

Was hängt bei Dir an der Wand?
An meinen Wänden hängen überwiegend Werke von mir, kleine Installationen und Versuchsreihen. Jung In Kim eine Künstlerin und Freundin von mir hatte mir nach ihrer Ausstellung in Berlin eine Arbeit überlassen, welche ich sehr schätze. Ich werde sie nicht an die Wand – sondern in den Raum hängen.

An meinen Wänden hängen überwiegend Werke von mir, kleine Installationen und Versuchsreihen. Jung In Kim eine Künstlerin und Freundin von mir hatte mir nach ihrer Ausstellung in Berlin eine Arbeit überlassen, welche ich sehr schätze.
Ich werde sie nicht an die Wand – sondern in den Raum hängen.

Was machst du, wenn du eine Pause brauchst?
Bei einer kurzen Arbeitspause wechsele ich den Raum und gehe in meine Küche und sitze auf meinem Lieblingssessel an meinen Küchentisch. Ich koche mir Kaffee oder Tee und genieße die Ruhe. Bei größeren Pausen treffe ich mich mit Freund_innen. Bei ganz großen Pausen mache ich mich auf Reisen und verlasse Berlin.

Bei einer kurzen Arbeitspause wechsele ich den Raum und gehe in meine Küche und sitze auf meinem Lieblingssessel an meinen Küchentisch. Ich koche mir Kaffee oder Tee und genieße die Ruhe. Bei größeren Pausen treffe ich mich mit Freund_innen. Bei ganz großen Pausen mache ich mich auf Reisen und verlasse Berlin.

Vielen Dank für das Interview, Stefanie Schairer!
Kopfstehen? Ist eigentlich ein Übertragungsfehler!:) Hat aber was...

Kopfstehen? Ist eigentlich ein Übertragungsfehler!:) Hat aber was…

studio stories: Denis Kollasch

Er seziert die Welt und kreiert sie neu! Architekturen und Landschaften aus Büchern und Magazinen werden von Denis Kollasch in geometrische Fragmente zerlegt und so montiert, dass utopische Stadtlandschaften und Panoramen entstehen. Dass Denis dabei vorgeht wie ein Archäologe, der mühsam die Puzzleteile der Vergangenheit rekonstruiert, das zeigen seine Aufnahmen aus dem Atelier.

Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus? Bild_1

 

Woran arbeitest Du gerade?

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Was hängt bei Dir an der Wand?

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Stephanie Marx, Mathias Becker, Harald Metzkes, Aline Helmcke, Hartwig Hamer

Was machst Du, wenn Du eine Pause brauchst?

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Vielen Dank für das Interview, Denis Kollasch!

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Denis Kollasch. Foto: Angelika Weißbach

 

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Virginia Garfunkel stellt aus – Berlin

IN.BETWEEN
Lena Fingerle . Virginia Garfunkel . Melanie Wiener

Ausstellung in der Galerie F92 | Fehrbelliner Str. 92 | 10119 Berlin
16.10.– 27.11.2015
Donnerstag bis Samstag | 15.00 bis 19.00 Uhr

IN.BETWEEN beschäftigt sich aus drei verschiedenen Perspektiven mit Zwischenzuständen der Stadt und ihrer Bewohner.
Zeit und Raum spielen jeweils eine andere, aber immer zentrale Rolle in den fotografischen Arbeiten von Lena Fingerle, Virginia Garfunkel und Melanie Wiener. Sie agieren als verbindendes Element, werden aber in jeder Serie unterschiedlich betrachtet. Weiterlesen

Jutta Scheiner stellt aus

MOONSHINER – MALEREI IN DER STAATSGALERIE PRENZLAUER BERG

Vom 26.04. bis 24.05.2014 zeigt die Staatsgalerie Prenzlauer Berg in Berlin eine Auswahl aktueller Arbeiten von Jutta Scheiner.

Jutta Scheiner: Die Erbschaft, 2011

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die 1972 in Herrmannstadt (Rumänien) geborene Künstlerin studierte nach einer Ausbildung zur Elfenbeinschnitzerin (Michelstadt/ Odenwald) Bildhauerei in Berlin-Weißensee.

Ihre Erzähltechnik ist die des stream of consciousness – dem Bewusstseinsstrom entsprungene Protagonisten, Landschaften und Motive werden aus ihren größeren Zusammenhängen herausgemeißelt und in freier Assoziation mit immer neuen Inhalten und Figuren verflochten. Weiterlesen

Ulrike Stolte stellt aus

„DAS REDENDE PRINZIP“ GIBT STOFF

Berlin – Die Galerie Kuhn & Partner widmet ihre Ausstellung „Das Redende Prinzip“ den Textil-KünstlerInnnen Michaele Brüll, Rinatta Klinger und Ulrike Stolte. Diese Werkshow steht ganz im Zeichen der Textilkunst und zeigt künstlerische Arbeiten mit und auf spannenden Stofflichkeiten.

Wir benötigen ihn alle, den Stoff, der unserer Haut schützt, wärmt und schmückt. Dass Stoff neben seinen funktionalen und dekorativen Aspekten auch Ausdruck künstlerischer Schaffenskraft ist, präsentieren derzeit nicht nur Ausstellungen im Kunstmuseum Wolfsburg oder das Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris sondern auch im kleineren Format die Galerie Kuhn & Partner in Berlin.

Das Künstlerkollektiv Brüll, Klinger und Stolte zeigt in dieser Werkshow nicht nur Einzelarbeiten sondern das Kollektiv holte sich für seine Gemeinschaftsarbeit Anleihen aus der Musik – im Speziellen von Carl Philipp Emanuel Bach. Dieser begnadete Komponist des 18. Jahrhunderts setzte sich intensiv mit dem Verhältnis Musik und Sprache auseinander, wobei Diskussionen mit musik-  und kunstaffinen Dichtern, Theoretikern und Freunden wesentlich sein musikalisches Verständnis und seinen Werksprozeß prägten.

Diese Herangehensweise, das auch als „das Redende Prinzip“ in die Musikgeschichte einging, übernahm das Künstlertrio und gestaltete eine sechsteilige Werkgruppe, bei der jede der Kunstschaffenden ihren künstlerischen Beitrag leistete. Sechs Stoffträger wurden zuerst individuell gestaltet, in der Gruppe weitergereicht, wieder bearbeitet und die vorgenommenen Veränderungen besprochen. Entstanden sind Oberflächen, die nicht nur die einzelnen künstlerischen Handschriften offen legen, sondern – alleine schon durch die unterschiedlichsten Materialien – ein Relief von Assoziationen, Brüchen und Synergien erzeugen. Kollaborationen unter KünstlerInnen sind selten, besonders wenn es sich um ein gemeinsames Arbeiten an ein und demselben Kunstwerk handelt – umso mehr zeigt dieses Projekt wie inspirierend künstlerische Kooperativen aussehen können.

Jeder der Künstlerinnen verfolgt mit dem Arbeitsmaterial „Stoff“ unterschiedliche Aspekte: wie das Spiel mit Materialität und Konnotation, den Arbeitsprozess an sich oder den rein dekorativen Zugang selbst. Herausgekommen ist ein facettenreicher und spannender Einblick in die Welt der Textil-Kunst. (Pressetext zur Ausstellung: Feb, 2014, Silvia Müllegger)

„Das Redende Prinzip“ – Michaele Brüll, Rinetta Klinger, Ulrike Stolte

GALERIE  KUHN & PARTNER  / Ausstellung: 05. – 28. April 2014
Pohlstraße 71
10785 Berlin

Julia Benz stellt aus

EVERYTHING AMAZING – NOBODY HAPPY

Julia Benz zeigt bei Urban Spree ihre nächste Einzelausstellung.

Nicht nur ihre neuste Arbeit wird voller Spannung erwartet, sondern auch der Film, den Editude Pictures von den Vorbereitungen gedreht haben. Denn das Filmteam hat die Berliner Künstlerin begleitet und auch den Entstehungsprozess des 3-teiligen 6 Meter breiten Werks dokumentiert. Dass der Film nun tatsächlich realisiert werden kann, ist der regen Beteiligung vieler Julia Benz-Fans zu verdanken.
Wer sich nun die neuste Arbeit dieser Ausnahmekünstlerin live ansehen und Julia persönlich kennen lernen möchte, ist herzlich eingeladen:

Vernissage ist am Freitag, 29. November ab 19:00 Uhr
in der Urban Spree Galerie
Warschauer Straße/Revaler Straße in 10245 Berlin
Die Ausstellung läuft bis zum 21. Dezember 2013.

Mehr Infos unter urbanspree.com

 

Julia Benz – Der Film

CROWDFUNDING FÜR EINE KURZDOKUMENTATION

Julia Benz plant ihre nächste Einzelausstellung. Dabei wird sie von dem Filmteam von Editude Pictures begleitet.
Natürlich kostet so ein Filmprojekt Geld. Um das zusammenzubekommen, sucht Julia über die Crowdfunding-Plattform startnext nach Investoren.
Die benötigte Summe hält sich in Grenzen: Es geht um 750,- EUR.
Und wer ein wenig Taschengeld dazusteuern möchte, wird mit kleinen ‚Dankeschöns‘ belohnt, die von Postkarten bis hin zu Gemälden von Julia reichen.

 

Everything Amazing, Nobody Happy – Startnext Trailer from editude pictures on Vimeo.

Hier Julia Benz im O-Ton:
„Der Prozess, die Malerei und was passiert eigentlich vor der vollendeten Arbeit? Ich bin eine junge Malerin und lebe seit zwei Jahren in Berlin. Vorher habe ich an der Kunstakademie in Düsseldorf studiert und arbeite nun in der Hauptstadt als freischaffende Künstlerin. Das ist nicht nur mein Leben, sondern auch Mittelpunkt. Nach einigen Ausstellungen außerhalb der Hauptstadt, bereite ich nun meine erste Ausstellung in Berlin im Urban Spree vor. Eine Person, eine Ausstellung und das Dazwischen.

Zusammen mit den Jungs von Editude Pictures möchte ich die Vorbereitungen auf meine erste Einzelausstellung im Urban Spree Ende diesen Jahres filmisch dokumentieren. Im Zentrum dieses Kurzfilms werden die wenigen Wochen vor der Vernissage stehen. Vorallem in den Momenten, in denen nicht alles glatt läuft, in denen die Selbstzweifel Überhand nehmen, wird mich die Kamera begleiten und so ein intensives Portrait meines Schaffensprozesses zeichnen. Gerade im kreativen Spannungsfeld Berlin herrscht ein immenser Druck auf junge Künstler, doch nur selten wird der rote Vorhang zur Seite geschoben und ein genauer Blick auf den kreativen Schaffensprozess geworfen, zu dem Frustration und Kampf unweigerlich dazugehören. Dieser Film soll diesen ominösen Deckmantel lüften! (weiterlesen)

 

Pola Brändle und Ulrike Stolte

BENEFIZ-AUKTION ZUGUNSTEN DER TELEFONSEELSORGE BERLIN

Unter der Leitung von Herrn David Bassenge, Komplementär des renommierten Berliner Auktionshauses Bassenge, werden am 12. November 70 Werke zeitgenössischer Kunst zur Versteigerung kommen.
Veranstaltungsort der Auktion ist die Berlinische Galerie, Berlins Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur.
Mit dabei sind Collagen von gleich zwei unserer Künstlerinnen: Ulrike Stolte sowie Pola Brändle.

Ulrike Stolte: t46 - Printzyklus 4, Mindestgebot 120,- EUR

Der Erlös des Abends stärkt die Suizidpräventionsarbeit der Telefonseelsorge, in den Jahren 2013/2014 insbesondere das Projekt „Jugend perspektivlos“.

Die eingelieferten Werke können vorbesichtigt werden:
mianki.Gallery | 31. Oktober bis 9. November 2013
Berlinischen Galerie | 12. November von 16 bis 19 Uhr

Mehr Infos und den kompletten Werkkatalog gibt es unter telefonseelsorge-berlin.de